Nachdem sich der Suchmaschinen-Gigant Google aus dem Chinesischen Internetmarkt zurückgezogen hat, sind auch harte Zeiten in Russland gekommen. Moskau, aber im Gegensatz zu Peking, möchten die unkontrollierten Ausweitung des Unternehmens in weißen Handschuhen stoppen. Der Autor der Idee ist der Chef-Ideologe Kremls Wladislaw Surkow.

Suchmaschinenmarkt in Russland

Seiner Meinung nach bei Google handelt es sich um eine Art Spionage-Werkzeug aus Washington – Google soll angeblich eng mit CIA arbeiten. Partniory und Aszmanow ist eines von drei Unternehmen, die ein Fundament für eine neue regierungsabhängige Suchmaschine für rund 100 Millionen Dollar entwickeln sollen. Außerhalb sollen sich solche Firmen wie Rostielekom Abbyy, ein Software-Konzern mit russischen Wurzeln beteiligen. Die Entwicklung soll noch im Mai dieses Jahres beginnen und wird von dem Kommunikationsminister Igor Szczogolew überwacht werden.

Die Eliminierung von Google aus dem russischen Markt sind eine Reaktion auf die wachsende Stellung von Runecie (Russisches Internet). Obwohl die ungeschlagene Nummer eins unter den russischen Suchmaschinen Yandex bleibt (63 Prozent Marktanteil), bleibt Google auf den Fersen. In nur wenigen Jahren erhöhte seine Popularität von 6 bis 22 Prozent. – Schreibt die Tageszeitung “RBK Daily”. In der amerikanischen Gesellschaft hat die Regierung keine Kontrolle über Google. Die russische Regierung aber durch Einführung seiner eigenen Suchmaschine, kann die Ergebnisse beeinträchtigen, die Verdächtigen Internetseiten gar herunterdrücken und auch das Interesse der Internet-Nutzer beobachten und analysieren. Skeptiker haben Angst vor Überwachung und befürchten, dass das alte Kennwort Yandeksu “Najdiotsia vsio” (Alles wird gefunden) sich bald auf “Najdut wsiech” (Alle werden gefunden) ändern wird .